Vorteile
Für die beteiligten Hochschulen ist das brain capital Konzept eine sinnvolle Ergänzung der Möglichkeiten zur Studienfinanzierung. Die beteiligten Hochschulen signalisieren durch die Einrichtung hochschulspezifischer Bildungsfonds, dass sie aktiv darum bemüht sind, allen qualifizierten Interessenten ein Studium zu ermöglichen. Dies ist ein wichtiges Argument in der Außendarstellung.
Die als Partner eingebundenen Hochschulen können sicherstellen, dass alle geeigneten Interessenten unabhängig von ihrer persönlichen Situation ein Studium in einem ihrer Programme aufnehmen können und somit an der Finanzierung kein Studium scheitert.
Die Interessenten & Studierenden zeigen dabei eine hohe Unsicherheit über zukünftige Berufs- und Einkommensaussichten. Vor diesem Hintergrund besteht Bedarf nach einem Modell, das allen Studenten, unabhängig vom ihrem persönlichen Hintergrund, eine Finanzierung der Studiengebühren ermöglicht und das nicht mit einer fixen Schuldenlast verbunden ist, sondern der Unsicherheit über das spätere Einkommensniveau Rechnung trägt.
Mit einem alternativen Finanzierungskonzept kann jede beteiligte Hochschule mehr Bewerber für ihre Studiengänge gewinnen. Denn insbesondere an privaten Hochschulen werden Studiengebühren stets als einer der wichtigsten Gründe gegen die Bewerbung oder die Annahme eines Studienplatzes genannt.
Dadurch verlieren Hochschulen viele gute Bewerber. Eine hohe Anzahl von guten Bewerbern ist aber Grundvoraussetzung für eine hohe Qualität der Studenten.
Die Erfahrung zeigt, dass die Anzahl der Bewerbungen seit Einführung des Modells an allen beteiligten Hochschulen deutlich gestiegen ist. Hierzu haben viele Faktoren beigetragen. Ein positiver Einfluss des brain capital-Studienfinanzierungsmodells ist aber sehr wahrscheinlich. Der Einfluss möglichst breit gestreuter und risikofreier Finanzierungsmöglichkeiten ist also ein wesentlicher Hebel zur Steigerung der Bewerberzahlen.
Durch die völlige Entkoppelung der Studienentscheidung von der finanziellen Situation VOR dem Studium wird auch zu einer gesunden Mischung der Studentenschaft beigetragen, die aus Mitgliedern aller gesellschaftlichen Gruppen und Schichten bestehen sollte.
Vom einem nachgelagerten und einkommensabhängigen Modell geht auch ein Signal aus, dass die Hochschulen und alle Beteiligten auch langfristig in die Qualität und das Potential der Absolventen vertrauen.